ProTUT verabschiedet Christof Manz

ProTUT verabschiedet Christof Manz

Christof Manz und Andrea Hellmann (Mitte, vorne) werden am Montagabend aus der Ressortleitung bei ProTUT verabschiedet. Dieser gehören an (von links): Bettina Fillinger, Rainer Koch, Steffen Rübelmann, Michael Meihack, Matthias Braun, Denis Nagy und Holger Huber. Dazu gesellt sich Citymanager Alexander Stengelin (zweiter von rechts). (Foto: val)

Der Vorstand des Tuttlinger Gewerbe- und Handelsvereins ProTUT verjüngt sich weiter: Bei den Wahlen am Montagabend im evangelischen Gemeindehaus wurden Michael Meihack (bisher Ressort Gewerbe, Dienstleistung und Handwerk) und Steffen Rübelmann (bisher Ressort Handel und Gastro) für das Ressort Events gewählt. Matthias Braun und Dennis Nagy, die in 2017 zunächst für ein Jahr gewählt worden sind, wurden für zwei weitere Jahre in der Ressortleitung Gewerbe, Dienstleistung und Handwerk bestätigt. Im Ressort Handel und Gastro wurde Rainer Koch als neuer stellvertretender Ressortleiter gewählt.

Der große Moment der Jahreshauptversammlung war jedoch die Verabschiedung von Christof Manz, der neun Jahre lang das Ressort Event bei ProTUT inne hatte. Er wurde vom ehemaligen Ressorleiter Network, Michael Rosa, mit einer bewegenden Rede und von den Vereinsmitgliedern mit stehenden Ovationen bedacht.

Think global, handle lokal“

Suche man im Netz nach Christof Manz, stoße man bald auf den Slogan „Think global, handle lokal“ und die Selbstgespräche des stadtbekannten Buchhändlers, sagte Rosa. Manz’ Sternzeichen Jungfrau gebe Hinweise auf seine Prioritäten im Leben: Seinen scharfen Intellekt, er zeichne sich bei geistiger Arbeit aus und interessiere sich für fast alles. Allerdings führe das Sternzeichen auch in die Irre. Statt analytisch und rational zu handeln, erlebe man ihn oft dem Bauchgefühl folgend. Auch mit seiner Gesundheit sei er entgegen seinem Sternzeichen nicht immer gut umgesprungen und das Modebewusstsein der „Jungfrau“ sei nicht besonders ausgeprägt. „Stiefel ist ein Original und gehört in unser Stadtbild hinein. Mit Dir zu arbeiten ist immer ein Abenteuer“, dankte der ehemalige Ressortleiter.

Michael Rosa, der im vergangenen Jahr seinen Posten für Holger Huber freigemacht hatte, zitierte einen Kommentar aus dem Gränzboten von 2009: ProTUT sei mit Christof Manz der große Fang gelungen – ein Idealist und unermüdlicher Kämpfer, der sich mit Ideenreichtum und ansteckender Begeisterung in die gemeinsame Sache einbringen wird. „Er macht mit seinen Aktivitäten die Stadt bunter, ein bisschen aufmüpfiger, informierter, weltoffener. Du hast viel Gutes für die Stadt, den Verband, für Leser und Freunde getan. ProTUT hat Dir viel zu verdanken“ , betonte Rosa.

Manz selbst erklärte in seinem letzten Tätigkeitsbericht, es sei auch ein bisschen Erleichterung dabei, nach Uwe Schwarzkopf und Rosa auszusteigen. Am Weihnachtsmarkt habe ProTUT sich viele Jahre die Zähne ausgebissen. Ein Adventstreff reiche für ein Mittelzentrum wie Tuttlingen – schließlich gäbe es ja die Weihnachtsmärkte in Nendingen, Möhringen und beim Rittergarten.

Freude an jungem Team

Den Synergietreff von ProTUT hält Manz für wichtig, ebenso den Sommer im Park. Wenn Tuttlingen eine Stadt sei, in der andere Urlaub machen, müsse man gerade in der Urlaubszeit etwas besonderes bieten. „Ich sehe mit Freude die jungen Ressortmitglieder und glaube, dass wir das schaffen, wenn wir mit Schmackes an die Sache herangehen.“

Neben Manz verließ auch Andrea Hellmann den Vorstand des Gewerbe- und Handelsvereins. Ihren Posten übernimmt Steffen Rübelmann. Erneut ins Amt gewählt wurden Gerd Rettkowski, der im Ressort Events federführend für die Ausbildungsbörse verantwortlich ist, sowie Bettina Fillinger und Jörg Sutter im Ressort Handel und Gastgewerbe.

Einen Ausblick auf die gesteckten Ziele des Tuttlinger Gewerbe- und Handelsvereins ProTUT gab Alexander Stengelin, Citymanager bei der Stadt. Tuttlingen müsse vor allem sein Potential besser nutzen: Das TuWass ziehe täglich 1500 Besucher an, die nur 150 Meter von der Innenstadt entfernt seien. Zum Honberg-Sommer kämen zu jedem Konzertabend 2000 Besucher und 15 000 Einpendler zum Arbeiten täglich in die Stadt. Diese Menschen brauche man in der Innenstadt.

Darüber hinaus wolle er den Geschäften in der Innenstadt helfen, besser zu werden. „Sie kommen zurecht? Sie schauen bloß? So sollte man Kunden besser nicht ansprechen“, sagte er und sprach von einer City-Akademie, in der die Unternehmen gecoacht werden könnten. Auch die Digitalisierung solle verstärkt angegangen werden, um einen Gegenpol zum Online-Handel zu bilden.

Fotos: Vom Umgang mit Tieren – Sommer im Park

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Fotos Zaubertöpferer beim Stadthüpfen in Tuttlingen 06.08.2016

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Auf Wunsch des Künstlers ergänzen wir an dieser Stelle nachträglich folgende Daten:
Name des Künstlers: THOMAS BENIRSCHKE – Das Event heißt: ZAUBERTÖPFERSCHEIBE

Konstantin Wecker – beeindruckend und supersympathisch!

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Konstantin Wecker signiert am Mittwoch in Stiefels Buchladen

Mittwoch, 20.07.2016, ab 17:00 Uhr in Stiefels Buchladen, Donaustraße 44, 78532 Tuttlingen

Konstantin Wecker signiert

Dann denkt mit dem Herzen von Konstantin Wecker

Dann denkt mit dem Herzen von Konstantin Wecker

 

Bildergalerie Tuttlinger Gauklerfest 2016

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„Europäische Klänge für Flüchtlinge aus aller Welt – Bürgerstiftung unterstützt Projekt „Mayflower“ aus dem Gränzbote

Flüchtlinge lernen europäische Kultur kennen – diese Idee steht hinter dem Projekt „Mayflower“ von Kulturpreisträger Christof „Stiefel“ Manz. Die Bürgerstiftung unterstützt ihn dabei.

Die Klänge in der Kreissporthalle sind ungewohnt: Satter Jazz, gefühlvolle Balladen und dazwischen ein paar funkige Nummern, die zum Mittanzen einladen – Siggi Stehle und seine Musikschulband „Alex und die Affen“ legen sich voll ins Zeug. Umringt sind sie von einem internationalen Publikum: Junge Männer aus Afghanistan und Syrien, aus Eritrea und Gambia, aus dem Kosovo oder Albanien – den Männern also, die derzeit in der Kreissporthalle leben.

Die Reaktionen des Publikums sind unterschiedlich: Die einen stehen neugierig in der ersten Reihe und wippen mit, andere halten sich eher skeptisch im Hintergrund. Mit Handys werden die ungewohnten Gäste gefilmt, und die die Barrieren sinken im Laufe des Abends. Gegen später drängt es auch einige der Flüchtlinge selber auf die imrpovisierte Bühne unter dem Basketballkorb: Eine Gruppe Afghanen hat traditionelle Musik aus ihrer Heimat auf ihren Handys gespeichert, über den Verstärker der Band erklingt sie jetzt – und dazu wird munter getanzt. Danach gibt’s eine gemeinsamen Tee – für die deutschen Musiker und für ihr Publikum aus aller Welt. So wird aus dem Konzert auch gleich ein Begegnungsabend.

Genau dies war auch die Idee von Christof „Stiefel“ Manz, dem Initiator des Projekts: „Wir können kulturelle Grenzen nur abbauen, wenn wir unsere Kulturen auch gegenseitig kennen lernen“, so der Buchhändler und Kulturpreisträger. Und beim Projekt „Mayflower“ wählte er einen pragmatischen Ansatz: Tuttlinger Musiker – vom Jazzer über traditionelle Blasmusiker bis zu Kirchenmusikern – treten in der Kreissporthalle auf. So kommen Flüchtlinge in Kontakt mit den unterschiedlichsten Facetten europäischer Kultur – und erfahren nebenbei etwas Abwechslung vom doch recht eintönigen Alltag in der Sammelunterkunft. Den Namen des Projekts wählte Manz dabei nicht ohne Hintergedanken: „Mayflower“ hieß schließlich eines der bekanntesten Auswandererschiffe der Geschichte. Nur dass es damals Europäer waren, die anderswo auf der Welt eine neue Perspektive suchten…

Zwar treten die „Mayflower“-Musiker allesamt ohne Gage auf, Kosten für Soundtechnik oder Transporte fallen dennoch an. Hier springt nun auch die Bürgerstiftung ein, die das Projekt finanziell unterstützt. „Wir können die aktuelle Zuwanderung nur erfolgreich bewältigen, wenn wir die unterschiedlichen Kulturen auch verstehen und würdigen“, sagt Stiftungs-Vorstand Ortwin Guhl. „Ein Projekt wie das von Herrn Manz leistet hier einen ebenso wichtigen wie originelle Beitrag.“

So sieht es auch Bandleader Siggi Stehle: „Ich finde es wichtig, dass die Menschen, die nun bei uns leben, auch etwas von unserer Kultur und unseren Gewohnheiten mitbekommen. Deshalb sind wir gerne aufgetreten.“ Dass die Musikschüler nach dem Konzert noch beim Tee mit den Flüchtlingen ins Gespräch kamen, begrüßt er besonders. „So konnte jeder etwas vom anderen erfahren.“

 

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Mit Schmackes ins neue Jahr…

Ohne Mühe habe ich ein Schlüsselerlebnis recherchieren können, das unterbewusst immer wieder auftaucht, und bei 803 Brandanschlägen in Deutschland, Tendenz steigend, meine Kulturarbeit beeinflusst. Am 18. Januar 1996 starben in Lübeck bei einem Brandanschlag 10 Asylanten. Ich war in dieser Woche in Amsterdam, holte mir am Bahnhof eine deutsche Zeitung. Der holländische Verkäufer, schaute die Schlagzeile an, gab mir die Zeitung und sagte ganz ruhig „So? Und wieder nichts gewusst…?“

 

Im letzten „Selbstgespräch“, uff, vor den Sommerferien, schrieb ich an die Tuttlinger, das nach ihrer Rückkehr die Stadt, das Land ein anderes wäre.

So auch in der Buchbranche.

Der Buchhandel, neben Cafe und Veranstaltungen unser Herzstück hat sich dramatisch verändert. Die großen Buchhandlungen ziehen sich komplett aus den Hotspots der Großstädte zurück-die digitale Zeit, E-Book, Amazon, andere Lesegewohnheiten treffen nun vor allem große Buchverkaufsstellen.

Wir wollen bestehen bleiben, freuen uns deshalb über alle die an uns denken, und damit unser Verständnis von engagierter Kulturarbeit unterstützen.

Im Rittergartenverein haben wir einen starken Partner, mit und für den wir auch im neuen Jahr ein starkes Programm machen.

In Alex haben wir nun einen Mann, der unsere Seite konsequent pflegen wird. Es freut uns, dass die von Jürgen Keks gestaltete Website zeitlos schön ist. Danke Jürgen!!

Termine erstes Halbjahr, Ende Woche im Netz….

Viele, viele Kinderveranstaltungen, jeden Monat „Speakers Corner“, vom kiffen wird die Rede sein, klasse Filme, ein etwas anderes Gauklerfest, einen Tag mehr (Diese Stadt ist bunt)….

NICHT BRÖTCHEN UND QUARK – SOLIDARITÄT MACHT STARK.

Wir haben das Rad nicht erfunden, deshalb arbeiten wir gerne in Kooperation.

Herzlichst Stiefel